Die Themen Neues Lernen, Medienproduktion und virtuelle Realität besitzen – insbesondere auch in Schulungskontexten – eine immer größer werdende Relevanz. Auch das Energiewendeprojekt enera verfolgt das Ziel, neue innovative Lehr-Lernkonzepte zu erproben und in die Anwendung zu bringen. Dem Trendthema VR wurde sich nunmehr im Rahmen eines digital reality Projekts genähert, dessen Ergebnisse am 12. und 13. November in einem öffentlichen Erfahrungsaustausch im Zentrum für Aus- und Weiterbildung (ZAW) vorgestellt werden.

enera Digital Reality-Projekt – was verbirgt sich dahinter?

Wirft man einen Blick in die Projektbeschreibung, so wird schnell die Ausrichtung des Vorhabens deutlich: enera soll mit etablierten Strukturen brechen und neue Herangehensweisen testen. Dies gilt nicht nur für die technischen Bereiche und somit für die Netzgestaltung und -führung, sondern betrifft ebenso Kultur- und Schulungsthemen. Im Rahmen des digital reality Projekts wurde nunmehr im Sinne der Erprobung neuer Lernkonzepte ein 360° Video erstellt, das einem die Möglichkeit bietet, als virtueller Gast an einer Führung im Umspannwerk teilzunehmen.

Virtuelle Realität trifft Umspannwerk

Die Arbeit mit VR-Formaten erfährt im Energiesektor mehr und mehr Aufmerksamkeit. Mit ihr ist die Hoffnung verbunden, zukünftig Schulungen und Prozessabläufe schneller, anschlussfähiger und mit geringen Einstiegshürden vermitteln zu können. Vor diesem Hintergrund erscheint es nicht verwunderlich, dass sich vermehrt Anbieter zur Produktion derartiger Formate auf dem Markt versammeln.

Umso spannender: In enera wurde sich bewusst gegen eine reine Auftragsarbeit in Sachen Filmdreh entschieden und ein Co-Creation-Ansatz bevorzugt. Konkret: Eine EWE-interne Lerngruppe – bestehend aus Auszubildenden, dual Studierenden, Ausbildungsmeistern und Fachexperten – wurde mithilfe von fachmännischer Unterstützung der Firma mobfish GmbH zur eigenständigen Umsetzung des Vorhabens befähigt. In mehreren Workshops wurden die Grundlagenkompetenzen zur Planung, Produktion, Bearbeitung und Veröffentlichung von 360°-Inhalten vermittelt und unmittelbar von den Kolleginnen und Kollegen in der Praxis umgesetzt.

Team-Selfie beim 360 Grad Video

Aktives Mitwirken und echte Partizipation durch Gruppenübungen und gemeinsames Erstellen des Videos waren somit von vornherein Teil des Programms. Und der intensive Erfahrungsaustausch soll auch über die Produktion des 360 Grad Videos hinaus stattfinden.

„Wir freuen uns, erste Schritte in Richtung des digitalen Lernens gehen zu können und sind schon jetzt gespannt auf das Endergebnis, das im Rahmen des sog. Roundtables VR/AR am 12./13. November vorgestellt und im Nachgang online abrufbar sein wird,“ erläutert Koordinatorin Dr. Pia Lehmkuhl. Zu diesem Erfahrungsaustausch auf dem Oldenburger Energie Campus, sind alle Interessierten herzlich eingeladen.